„Du musst POSITIV denken!“ OMG ... wie ich es hasse!


Das kennen wir doch Alle. Es geht uns nicht sonderlich gut. Und entweder wir wagen das mal auch zu zeigen („Denn wie’s da drinnen aussieht, geht niemandem was an...“) oder es steht uns ohnehin „ins Gesicht geschrieben“. Wir sind traurig, enttäuscht, wütend, Weltschmerz, Liebeskummer, fühlen uns einfach schlecht. Und dann... dann trifft man auf einen gut gelaunten Menschen der entweder einen Lottogewinn in der Tasche hat - oder – frisch verknallt ist (was hat jetzt mehr Wert?), der Dich strahlend angrinst (Dir vielleicht auch noch bei diesen – ach so bedeutsamen Worten -) auf die Schulter klopft und wohlwollend nickend zu Dir sagt:

„Du musst POSITIV denken! Das wird schon wieder!“

Genau. Die nächste Watsch’n. Mitten ins Gesicht.

Was heißt das jetzt genau? „Positiv denken?“ Hallo? Ich hab meinen Job verloren, meine Liebste hat mich verlassen, die Welt geht grad unter, mein Lieblingshirt ist jetzt rosa und mein Meerschweinchen hat Schnupfen. Was ist daran bitte POSITIV?

Das Einzige was passiert, nach jener aufbauenden weisen Aussage ist, dass es uns noch mieser geht. Mehr noch. Das wir eine leichte Aggression auf diesen Menschen bekommen und ein leises „Womit hat es sich dieses A......ch überhaupt verdient, glücklich zu sein?“ hochkommt.

Oder ein schlichtes, bescheidenes: „Ich will auch! Ich will auch durch die Gegend hüpfen und Schwäne bunt bemalen!“

Hm.

Tja.

In so einer Situation hilft mir nur Eines, nämlich die simple Frage:

 „Was kann ich JETZT für mich tun, damit es mir JETZT besser geht?“

Also nur einen gaaaanz kleinen Schritt nach vorne wagen. (OK, Voraussetzung ist der WILLE, dass Du mit dem Leiden aufhören magst. Wenn Du weiterleiden magst, dann kannst Du hiermit zum Lesen aufhören. Schade um die Zeit)

Mir hilft in solchen Situationen das ZUGESTÄNDNIS:

„Ok. Es geht mir schlecht. Ich leide. Es tut weh“

und dann.... so richtig REINFÜHLEN. Den Schmerz SPÜREN! INTENSIV-LEIDEN!

Wundervoll!

Mit allem Drum und Dran. (Ich persönlich leide ja wahnsinnig gerne. Sobald ich mich jedoch dazu entschieden habe, dass auch zu FÜHLEN, wird es relativ bald ziemlich langweilig :P )

In diesem Moment darf, kann, soll, muss, wäre es klug sich obige Frage zu stellen:

„Was tut mir JETZT gut?“ (und Bier trinken gehört nicht unbedingt dazu, obzwar es auch eine Möglichkeit ist, jedoch eine nicht sonderlich effektive und wenn, dann nur kurzfristig ;) )

Jedoch „passiert“ was Großartiges. Unsere Gedanken fokussieren sich auf was Gutes. Die Programmierung von „Die Welt ist schlecht und ich bin der/die Ärmste“ schaltet um auf ein

„JA! Das mag ich jetzt! JA! Das gönn ich mir! JA! Das hab ich schon lange nicht mehr gemacht! JA! Ich lass mich jetzt auf das ein J und JA! Ich bekomm das hin! Klar!“

Wenn Du Dich dann auch noch mit brutaler Gewalt bemühst, Deine Mimik zu verändern, also Dein Bestes gibst Deine Mundwinkel (und sei es nur ein ganz kleines bisschen) nach oben zu ziehen, dann hast Du schon nahezu schon gewonnen. (Das Gehirn denkt dann nämlich, dass es Dir eh super geht) und ziemlich sicher passiert dann ein Wunder.

Es geht Dir nämlich tatsächlich besser!

Ja und dann? Dann einfach.... WEITERMACHEN J

Gedanken werden Dinge. So ist das nun mal.

Fazit: LIEBE DEINE GEDANKEN! Es zahlt sich aus! Versprochen ;)

PS: und es funktioniert tatsächlich ;) !